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Die Urostomie

Eine Urostomie ist eine Art der Stomaanlage. Informieren Sie sich hier über die Urostomie und die Gründe, warum sie notwendig sein kann.

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Erfahren Sie mehr über die Urostomie.

Viele Menschen erhalten im Rahmen einer medizinischen Therapie ein Urostoma. Eine Urostomie kann notwendig werden, weil eine Krebserkrankung der Blase vorliegt, infolge einer angeborenen Fehlbildung und sie kann ein lebensrettender Eingriff sein. Es gibt verschiedene Arten der Urostomie. Informieren Sie sich hier über einige wichtige Fakten.

Was ist ein Stoma? 

Haben Sie sich jemals gefragt, woher der Begriff „Stoma“ stammt? Er kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Öffnung in oder aus dem Körper“.

Möglicherweise haben Sie diesen Begriff erstmals von Ihrem Arzt gehört. In der Medizin ist das Stoma eine operativ hergestellte Öffnung in der Bauchdecke. Ihr Zweck ist es, Stuhl – oder im Falle einer Urostomie Urin – durch die Bauchdecke nach außen abzuleiten.

Was ist eine Urostomie?

Eine Urostomie ist eine operativ hergestellte, inkontinente Harnableitung. Eine Urostomie kann beispielsweise angelegt werden, wenn die Harnblase entfernt wurde und der Urin auf eine andere Weise aus dem Körper ausgeleitet werden muss.

Es gibt unterschiedliche Formen der Urostomie: 

1. Die Harnleiterhautfistel: bei der Harnleiterhautfistel (Ureterhautfistel) werden die beiden Harnleiter der Nieren gemeinsam in die Bauchdecke eingenäht. Der Urin fließt aus den Nieren, durch die Harnleiter und dann über die Bauchdecke direkt nach außen. 

2. Das Ileumconduit: Beim Ileumconduit werden die beiden Harnleiter in ein Stück Dünndarm (Ileum) eingenäht und dieses Stück Darm wird dann über die Bauchdecke nach außen geleitet. Das Stück des Dünndarms wurde vorher vom Chirurgen vom restlichen Dünndarm getrennt und dient praktisch als „Verlängerung“, um daraus das eigentliche Stoma zu formen und damit den Urin besser aus der Bauchdecke nach außen leiten zu können.

In beiden Fällen sammelt ein Urostomiebeutel kontinuierlich den Urin, der über die Bauchdecke nach außen fließt.

Es gibt noch andere Arten von Stomaanlagen. Die beiden anderen häufigsten Formen sind die Kolostomie und die Ileostomie, welche aber zur Ableitung von Stuhl angelegt werden.

Gründe, die die Anlage einer Urostomie notwendig machen können, welche aber zur Ableitung von Stuhl angelegt werden.

Verschiedene Erkrankungen können die Anlage einer Urostomie notwendig machen. Zu den Gründen zählen beispielsweise:

  • Blasenkrebs 
  • angeborene Fehlbildungen
  • schwere Beeinträchtigungen durch Harninkontinenz oder wiederholter schwerer Harnwegsinfektionen
  • interstitielle Zystitis (Veränderungen der Blasenschleimhaut mit starken Schmerzen beim Wasserlassen)
  • Verletzungen

Benötigen Sie weitere Beratung zum Thema Stoma?

Ihre medizinischen Ansprechpartner sind für Sie da. Ihr Arzt und Ihre Stomapflegekraft haben wahrscheinlich bereits die Einzelheiten Ihrer Operation mit Ihnen besprochen. Vermutlich werden Sie später noch weitere Fragen haben. Notieren Sie sich diese Fragen, beispielsweise in einem Notizbuch, oder in einem Stoma-Tagebuch. Auf diese Weise vergessen Sie nicht, diese Fragen beim nächsten Termin mit Ihrem Arzt, Ihrer Stomapflegekraft oder anderen medizinischen Ansprechpartnern zu stellen.