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Mein Körper nach der Stomaoperation

Die Stomaoperation ist ein großer Eingriff, der nicht nur eine Körperfunktion, sondern auch das Aussehen Ihres Körpers verändert. Entsprechend stark können die nach der Operation auftretenden emotionalen Reaktionen sein und Sie müssen lernen, damit umzugehen.

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Hier finden Sie Tipps zum Körperbild nach der Stomaoperation.

Die Anlage eines Stomas verändert Ihr Körperbild erheblich, sowohl physisch als auch emotional. Der Prozess der Gewöhnung und Akzeptanz dauert seine Zeit. Geben Sie sich nach der Stomaoperation die Zeit, sich an Ihren neuen Körper zu gewöhnen. Haben Sie Geduld, bleiben Sie positiv und nehmen Sie bei Bedarf Hilfe in Anspruch.

Umgang mit der ersten Wahrnehmung des neuen Körperbildes

Unabhängig vom Grund für Ihre Stoma-OP oder davon, ob Ihr Stoma nur vorübergehend oder dauerhaft ist: Mit Ihrem veränderten Körper klarzukommen, kann eine große Herausforderung sein. Ein wesentlicher Punkt, um mit diesen ersten Gefühlen klarzukommen, ist Offenheit und Ehrlichkeit im Umgang mit den Menschen, die Ihnen nahestehen.

Versuchen Sie, Ihrem Partner oder einem engen Freund zu erklären, wie Sie Ihren Körper mit dem Stoma wahrnehmen. Eventuell erleben Sie starke negative Gefühle, die zu Depressionen oder Angst führen, Ihr Selbstbild beeinträchtigen oder dazu führen können, dass Sie sich von sozialen Aktivitäten zurückziehen. Diese Gefühle können sich auch negativ auf Ihr Verhalten gegenüber den Personen in Ihrem Umfeld auswirken. Achten Sie darauf, Ihren Angehörigen und Freunden die Gelegenheit zu geben, Sie zu verstehen und für Sie da zu sein.

Denken Sie daran, dass Ihnen auch Ihre Stomapflegekraft als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Sie wurde entsprechend ausgebildet und kann Sie in Ihrer Gewöhnungs- und Genesungsphase unterstützen. Sie sind nicht allein. Jeder Stomaträger musste lernen, mit diesen Gefühlen klarzukommen. Ihre Stomapflegekraft wird Ihnen zuhören; sie versteht Ihre Gefühle und kann Sie unterstützen, falls Sie professionelle Hilfe benötigen.

Tipps zum Umgang mit Gefühlen zum Körperbild

  • Vermeiden Sie auf keinen Fall, neue Orte aufzusuchen oder neue Menschen kennenzulernen. Eine solche Vermeidungsstrategie kann das Gefühl, man würde Sie in sozialen Situationen anstarren, nur weiter verstärken. In Wirklichkeit trifft das übrigens fast nie zu.
  • Statt sich zu sorgen, dass jemand zu neugierig werden könnte, sollten Sie das Thema wechseln. Üben Sie Antworten, die Sie aus dem Fokus nehmen und das Gespräch auf andere Themen lenken. Lächeln Sie zum Beispiel einfach und sagen Sie etwas wie „Nun haben wir aber genug über mich geredet. Wie geht es eigentlich dir?“
  • Rufen Sie sich in Erinnerung, was Ihr Partner einmal an Ihnen anziehend fand. Ganz bestimmt sind Sie nicht wegen Ihres Bauches ein Paar geworden: Konzentrieren Sie sich also auf Ihre Stärken. Überlegen Sie sich, was positiv an Ihnen und Ihrem Erscheinungsbild ist. Sprechen Sie das laut aus, damit Sie selbst es hören und daran glauben.
  • Versuchen Sie, Ihr Stoma als etwas Positives wahrzunehmen. Vielleicht gelingt es Ihnen, Ihr Stoma mit einem Wohlgefühl und der Überwindung einer schweren Erkrankung in Verbindung zu bringen. Pflegen Sie dieses Gefühl und sprechen Sie es Anderen gegenüber aus, um es allmählich stärker werden zu lassen.