Damit der Beutel Sie beim Sitzen und in Ihrer Bewegungsfreiheit möglichst wenig behindert, wird die Lage des Stomas nach sorgfältigen Überlegungen bestimmt.
Knochenvorsprünge werden ebenso gemieden wie der Nabel, Narben, Hautfalten oder sonstige problematische Hautzonen, die Gürtellinie oder andere Bereiche, in denen Reibung das Stoma beeinträchtigen könnte. Wichtig ist auch, dass Sie Ihr Stoma sehen können.
Ihre Bewegungsfreiheit, Ihr Körpergefühl und Ihr Lebensstil sollen möglichst unbeeinträchtigt bleiben.

Das Aussehen ist individuell unterschiedlich. In der Regel ist die Stomaoberfläche rot und feucht, in etwa wie die Mundhöhle. Einige Millimeter vorstehende Stomata kommen vor, häufig schließen sie jedoch bündig mit der Haut ab.
Stomata sind selten schmerzempfindlich, wegen der vielen Blutgefäße kann es aber bei unsanften Berührungen leicht zu Blutungen kommen, die allerdings unbedenklich sind. Die unmittelbar nach der Operation vorhandene Schwellung nimmt im Laufe der ersten 6-8 Wochen ab.
Eine IIeostomie ist eine operative Öffnung am Dünndarm, dem Ileum. In den meisten Fällen verwendet der Chirurg für die Anlage des Stomas einen Teil des Terminal Ileums (Endstück des Dünndarms). Der Dünndarm wird durch die Bauchdecke an die Oberfläche gelegt und in die Bauchdecke eingenäht.
Die Menge und Konsistenz der Ausscheidung ist individuell unterschiedlich und hängt von der Lokalisation der Stomaanlage innerhalb des Dünndarms ab.
Das sichtbare Stomaende ist rot und feucht; es hat keine Nerven und ist daher gefühllos.
Detailliertere Informationen und Ratschläge zur Ileostomie und dem Leben mit dem Stoma finden Sie in unserer umfangreichen Informationsbroschüre "Ilostomieratratgeber", die Sie hier bestellen können.
Die Colostomie ist eine operative Öffnung am Dickdarm, dem Colon. Der Darm wird durch die Bauchdecke an die Oberfläche gelegt und in die Bauchdecke eingenäht.
Die Menge und Konsistenz der Ausscheidung ist individuell unterschiedlich. Sie hängen u. a. von der Lokalisation der Stomalage innerhalb des Dickdarms ab.
Das sichtbare Stomaende ist rot und feucht; es hat keine Nerven und ist daher gefühllos.
Detailliertere Informationen und Ratschläge zur Colostomie und dem Leben mit dem Stoma finden Sie in unserer umfangreichen Informationsbroschüre "Colostomieratratgeber", die Sie hier bestellen können.
Wenn Ihre Blase entfernt wurde, wird ein neuer Weg benötigt, um den Urin abzuleiten. Bei der Operation eines Ileum-Conduits werden die abgesetzten Harnleiter in einen ausgeschalteten Dünndarmteil eingepflanzt. Dieses Dünndarm-Segment wird nippelförmig in die Bauchdecke eingenäht und mit den beiden, von den Nieren kommenden, Harnleiterenden verbunden. Dies wird dann als Urostomie bezeichnet.
Das Dünndarm-Segment dient lediglich zur Ausleitung des Urins aus dem Körper, nicht zur Urinaufnahme. Das sichtbare Stomaende ist rot und feucht; es hat keine Nervenenden und ist daher gefühllos. Eine spezielle Urostomieversorgung fängt den ablaufenden Urin auf.
Detailliertere Informationen und Ratschläge zur Urostomie und dem Leben mit dem Stoma finden Sie in unserer umfangreichen Informationsbroschüre "Urostomieratratgeber", die Sie hier bestellen können.