Der Magen-Darm- bzw. Gastrointestinaltrakt sorgt für die Aufbereitung und Aufspaltung der Nahrung in Stoffwechselbausteine sowie das Ausscheiden der Restprodukte.
Das Verdauungssystem ist überlebenswichtig. Auf dem Weg vom Mund zum Mastdarm werden der Nahrung die für die Aufrechterhaltung der Gesundheit erforderlichen Kohlenhydrate, Eiweiße, Fette und Vitalstoffe entzogen. Die Nährstoffaufnahme findet überwiegend im Dünndarm statt. Während die Nahrung im Dünndarm flüssige Konsistenz hat, werden ihr im Dickdarm Wasser und Elektrolyte entzogen. So erhält der Stuhl seine breiige bis feste Form.
Folglich ergeben sich beim Ileostoma flüssige und beim Colostoma breiig-feste Ausscheidungen.
Ein Verbund aus Haut (Cutis), subkutanem Fettlager, Bindegewebe, Muskeln und dem Bauchfell (Peritoneum) stützt und schützt die inneren Organe.
Vertikal erstreckt sich die Bauchwand vom unteren Rand des Brustkorbs bis zum Beckenboden. Schwachstellen bilden der Nabel (Umbilicus) sowie eventuelle Operationsnarben.
Das Bauchfell (fachsprachlich "Peritonaeum" oder "Peritoneum" genannt) überzieht und fixiert die Organe des Magen-Darm Trakts und führt ihnen Nerven, Blut- und Lymphgefäße zu.
Die im Dickdarm entzogene Flüssigkeit wird im Harnsystem weiterverarbeitet, das aus Nieren und (paarigen) Harnleitern (Ureter) sowie Harnblase und Harnröhre (Urethra) besteht. Die Nieren sind vor allem für die Ausscheidung von Stoffwechselschlacken sowie die Regelung des Wasser/Elektrolyt- und des Säure/Basen-Gleichgewichts zuständig.
Vom Nierenbecken gelangt der Urin durch die Harnleiter in die Harnblase und von dort durch die Harnröhre nach außen.
Bei einem Urostoma werden die von der Niere abgeleiteten Harnleiter über ein Stück Dünndarm (Ileum-Conduit) oder Dickdarm (Colon-Conduit) durch die Bauchdecke gezogen und an dieser angenäht.