Zunächst wird es eine Weile dauern, bis Sie sich an Ihr Stoma und seine Versorgung gewöhnt haben. Während der Genesung von Ihrer Operation haben Sie vielleicht das Gefühl, als könnten Sie sich niemals mit dieser neuen Situation abfinden. Sobald Sie aber wieder zu Kräften kommen, wird Ihnen die Versorgung Ihres Stomas immer leichter fallen.
Ein Schritt vor, zwei Schritte zurück – so wird es Ihnen zunächst ergehen. Sie können traurig, empfindlich oder reizbar reagieren. Sprechen Sie mit Ihrer Familie und Ihren Freunden über diese ganz normale Reaktion nach der Operation und während der Genesung.
Wenn Sie nach Hause kommen, müssen Sie sich auch um die ausreichende Bevorratung mit Stomaversorgungsartikeln und deren Zubehör befassen. Ihre Stomaversorgung und das dazugehörige Zubehör kann Ihr Arzt nach Bedarf verschreiben. Sie sind i. d. R. mit einer Zuzahlung z. B. in Sanitätshäusern, Homecare-Unternehmen und Apotheken erhältlich.
Führen Sie immer eine komplette Stomaversorgung bei sich, wenn Sie das Haus verlassen. Häufig findet sich eine (öffentliche) Toilette, auf der Sie Ihr Stoma nötigenfalls neu versorgen können.
Duschen und Baden ist auch mit Beutel möglich. Bei Beuteln mit Filtern den Filter abkleben, sonst wird er durch die Nässe funktionsuntüchtig (Abdeckplättchen liegen in der Packung).
Um unnötigen Unterleibsbeschwerden und der Gefahr einer Herniebildung um das Stoma vorzubeugen, sollten Sie die folgenden Aktivitäten in den ersten Wochen nach der Operation möglichst vermeiden:
In den ersten Wochen nach der Operation sollten Sie sich nicht ans Steuer setzen, da die Nebenwirkungen der Medikamente Ihre Reaktionszeit und Konzentration mindern könnten.