Speziell in der ersten Zeit nach einer Stomaanlage oder bei auftretenden Verdauungsstörungen ist es sinnvoll, einen Ernährungsplan zu führen. Darin notieren Sie genau Art, Menge und Zeitpunkt der aufgenommenen Nahrungsmittel und Getränke sowie Entleerungszeitpunkt, Stuhlbeschaffenheit oder Besonderheiten (z. B. Blähungen). Auf diese Weise werden Sie einfach und schnell herausfinden, welche Nahrungsmittel für Sie unangenehme Begleiterscheinungen hervorrufen können.
Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr!
Wichtig ist eine Flüssigkeitszufuhr in großer Menge. Ca. 2-3 Liter Wasser benötigt Ihr Körper täglich zur ausreichenden Flüssigkeitsversorgung. Füllen Sie einfach jeden Tag eine leere 2-Liter-Flasche mit Wasser und trinken Sie die Flasche bis zum Abend aus.
Das Trinken fördert den "Spüleffekt" der Nieren. Sie beugen damit einer aufsteigenden Harnwegsinfektion vor. Erlaubt ist alles, was Ihnen schmeckt: Mineralwasser, Tee, Saft, Bier, Wein etc.
Beachten Sie, dass Fruchtsäfte aus Fruchtsaftkonzentraten den Urin alkalisieren, wodurch ein Harnwegsinfekt begünstigt werden kann. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihr Urin möglichst durch entsprechende Nahrungsmittel angesäuert wird (die Kontrolle erfolgt durch Ihren Urologen). Ansäuernd wirken z. B. tropische Früchte, Preiselbeersaft, Fisch, Fleisch, Eier, Käse, Spargel, Rotkohl, Vitamin C (Ascorbinsäure).
Durch Ausschaltung eines Dickdarmanteils kommt es prinzipiell auch zu einem Funktionsverlust. Dieser Funktionsverlust beschränkt sich in der Regel auf die Wasseraufnahme, Vitamin B12 und manche Medikamente (fragen Sie Ihren Arzt), betrifft aber nicht die Aufnahme von Nährstoffen. Deshalb kommt es auch nicht zu Mangelerscheinungen oder Störungen der Nährstoffaufnahme infolge der Stomaanlage.
Beim Wechseln oder Entleeren des Stomabeutels werden Sie feststellen, dass sich der Geruch des Stuhls gegenüber dem Geruch vor der Operation geändert hat. Ein paar Tropfen Geruchsneutralisierer, Vanilleessenz oder flüssigen Süßstoff im Stomabeutel können geruchshemmend wirken.
Geruchsfördernde Lebensmittel:
Geruchshemmende Lebensmittel:
Einige Menschen neigen mehr zu Blähungen als andere. Haben Sie bereits vor der Operation häufiger an Blähungen gelitten, wird sich dies auch nach der Operation nicht ändern.
Blähungen können durch Verschlucken von Luft und nach dem Genuss kohlesäurehaltiger Getränke, durch Sprechen beim Essen, Rauchen, Kaugummi kauen und verschiedene Speisen verursacht werden.
Blähende Lebensmittel:
Blähungshemmende Lebensmittel:
Wenn Ihr Stuhl lose und wässrig ist und Sie Ihre Stomabeutel häufiger als gewohnt austauschen müssen, kann z. B. eine Erkrankung oder Magenverstimmung die Ursache sein. Hält dieser Zustand über 48 Stunden an, sollten Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Aufgrund des vermehrten wässrigen Ausstoßes aus dem Stoma kann das Tragen eines entleerbaren Stomabeutels sinnvoll sein.
Es kann sein, dass Ihre Colostomie nicht täglich arbeitet. Wenn nach 3 Tagen kein Stuhlgang erfolgt und Sie sich unwohl fühlen, sollten Sie Ihren Arzt oder Ihren Stomatherapeuten aufsuchen.
Auch manche Medikamente, wie Schmerzmittel, können zu Verstopfung führen.
Abführende Lebensmittel (in größeren Mengen):
Stopfende Lebensmittel:
Achten Sie auf eine besonders salzhaltige Ernährung, da Sie über den Ileostomieausstoß mehr Salz verlieren. Falls Sie vor der Ileostomieoperation weniger Flüssigkeit und/oder Salz zu sich nehmen durften, holen Sie vor der Erhöhung Ihrer Flüssigkeits-/Salzaufnahme ärztlichen Rat ein.
Kontrollen der Blutsalze (Elektrolyte) und gegebenenfalls gezielter Ersatz (z. B. von Kalium) können nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erforderlich sein. Ferner ist darauf zu achten, dass z. B. Zitronensäure und Essig aggressiven Stuhl bilden.
Beim Wechseln oder Entleeren des Stomabeutels werden Sie feststellen, dass sich der Geruch des Stuhls gegenüber dem Geruch vor der Operation geändert hat. Ein paar Tropfen Geruchsneutralisierer, Vanilleessenz oder flüssigen Süßstoff im Stomabeutel können geruchshemmend wirken.
Geruchsfördernde Lebensmittel:
Geruchshemmende Lebensmittel:
Einige Menschen neigen mehr zu Blähungen als andere. Haben Sie bereits vor der Operation häufiger an Blähungen gelitten, wird sich dies auch nach der Operation nicht ändern.
Blähungen können durch Verschlucken von Luft und nach dem Genuss kohlesäurehaltiger Getränke, durch Sprechen beim Essen, Rauchen, Kaugummi kauen und verschiedene Speisen verursacht werden.
Blähende Lebensmittel:
Blähungshemmende Lebensmittel:
Beachten Sie, dass faserhaltige Kost und schlecht gekaute Speisen zu Verstopfung, im Ernstfall sogar zum Darmverschluss führen können, wenn der Stuhl die Stomaöffnung nicht mehr passieren kann (Ileostomieblockade). Deshalb ist es wichtig, dass Sie gründlich kauen, um die Verdauung zu unterstützen.
Vermeiden Sie stark faserhaltige Lebensmittel oder nehmen Sie sie nur in kleinen Mengen und klein geschnitten zu sich. Beachten Sie, dass Sie Obst vor dem Verzehr schälen.
Zu den stark faserhaltigen Lebensmitteln zählen vor allem Zitrusfrüchte, Spargel, Pilze, Geflügel, Ananas, Nüsse sowie harte Obstschalen und -kerne.
Wenn Ihre Ileostomie blockiert wird, kann es zu Bauchschmerzen, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen kommen. Aus dem Stoma tritt nur minimal wässriger oder kein Ausstoß aus. Hilfreich können hier klare Flüssigkeiten und entspannende Bauchmassagen sein. Sollten die Symptome jedoch anhalten, müssen Sie sich zum Krankenhaus in Beobachtung begeben.
Abführende Lebensmittel (in größeren Mengen):
Stopfende Lebensmittel:
In den meisten Fällen hat eine Urostomie nur geringe Auswirkungen für die Ernährungsgewohnheiten – Sie können weiterhin das essen, was Ihnen schmeckt.
Bestimmte Speisen führen zur Geruchsbildung im Urin, wie Spargel, Fisch, Zwiebeln, Knoblauch und einige Gewürze.
Trinken Sie Preiselbeersaft (200 ml täglich), so bleibt der Urin geruchsneutral. Zusätzlich beugen Sie Harnwegsinfektionen vor. Geruchsbindend wirkt weiterhin Petersilie.
Um den Uringeruch zu vermindern, wechseln Sie auf jeden Fall den Urinbeutel einmal täglich.
Ein starker Uringeruch kann auf einen Harnwegsinfekt hinweisen, lassen Sie deshalb Ihren Urin regelmäßig von Ihrem Urologen untersuchen. Er wird bei dieser Gelegenheit auch das Stoma inspizieren.
Rote Beete, rotes Obst und rote Fruchtgetränke färben den Urin rot.
Auch einige Medikamente können dazu führen, dass sich Geruch oder Farbe des Urins ändern. Dies ist in der Regel kein Grund zu Besorgnis. Im Zweifelsfall sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrem Stomatherapeuten.